Bericht zum Drachenbootrennen 2013

„Ready… Attention… Go!“

Trotz anfänglicher Skepsis, als bunt zusammengewürfelte Truppe gegen die erfahrenen Ruderfreunde aus der Region zu versagen, hätte der Tag am Rursee für das Team von Weiss Druck (oder wie die Moderatorin gerne betonte: „Druck Weiss“) kaum besser verlaufen können. Während die ersten beiden Rennen um den Drachenbootcup maßgeblich von Regen geprägt waren und ein Blick in den Himmel ebenfalls nichts Gutes versprach, tauchte kurz vor unserem ersten Lauf tatsächlich die Sonne hinter den Wolken auf.

Voller Elan – immerhin traten wir gegen die späteren Sieger an – trommelte uns die GdW-Vorsitzende Gabi Köbernik zusammen, um geschlossen zum Steg zu gehen und uns in der bestmöglichen Angriffsformation aufzustellen. Besonders beeindruckend ist dabei, dass die neuen Auszubildenden sofort in das Team der kaufmännische und technische Angestellten, sowie der „alten“ Azubis intrigiert wurden.

„Weiss macht den Unterschied!“

So wirkten wir – auch dank unserer Schlachtrufe – wie eine Einheit und verstanden uns sowohl an Land, als auch auf dem Wasser blind. Da ein Kanufahrer die Rennstrecke kreuzte und so für Verwirrung beim Kampfgericht sorgte, konnte unsere erste Zeit jedoch nicht gestoppt werden. Uns kam dies nicht ungelegen. Schließlich hatten wir beim Ertönen des Zieldurchlaufes der gegnerischen Mannschaft alle schlagartig zu paddeln aufgehört und waren letztlich – trotz unserer bis dato sehr guten Leistung – nur noch langsam über die Linie geglitten. Deshalb entschied das Kampfgericht, den Lauf nach einer längeren Mittagspause zu wiederholen, die wir vor allem dafür nutzten, Kraft zu tanken und bei Cola, Pommes und Haribo unsere spannenden Gespräche vorzuführen.

„Ich glaube, ich könnte stundenlang mit dem Drachenboot unterwegs sein“, behauptete eine Auszubildende strahlend, nachdem wir – diesmal mit deutlich besserer Balance – in unser rotes Kanu stiegen und erneut vom Steg ablegten. Und tatsächlich: Mittlerweile waren selbst diejenigen, die vorab an der Stabilität des Bootes zweifelten, Feuer und Flammen, sodass das Ergebnis des 1. Rennens gegen das „Paddelchaos Düren 1“ für sich sprach. Nur eine Bootslänge nach unseren Kontrahenten trieben wir jubelnd über die Ziellinie. 54,18 Sekunden! Unter einer Minute! Eine absolute Bestleistung! Wahnsinn! Man bedenke dabei, dass unser Rekord aus dem Halbfinale im vergangenen Jahr bei 1,03 Minute lag!

Doch es sollte noch besser werden. Denn:

„Weiss macht Druck!“

Mit Tanz, Gesang und gelegentlichen Motivationsbekundungen in das Mikrofon der Moderatorin wappneten wir uns für den entscheidenden Wettkampf auf Augenhöhe. Erfreulicherweise stellten wir fest, dass das nächste gegnerische Team bereits am Steg eingeschüchtert wirkte und uns diesmal der erfahrene Steuermann im blauen Kanu zur Verfügung stand, der sofort mit wertvollen Tipps punktete. Dank unserer Überlegenheit und unserem unerschöpflichen Teamgeist setzten wir uns kurz nach dem Start von der Konkurrenz ab und ruderten auf Gabis Trommelkommandos nahezu synchron über den Rursee.

Womit dennoch niemand gerechnet hätte: Wir unterboten unsere vorherige Bestleistung nochmals! Obwohl die Entscheidung knapp werden würde, rückte mit einer Zeit von 51,43 Sekunden der Traum von Finaleinzug plötzlich näher. So war erst bei der Verkündung der sechs besten Mannschaften, die in einem mitreißenden Finale um den Titel gegeneinander antreten sollten, klar: Als Siebter haben wir zwar unsere Chance auf eine Medaille knapp vertan, dafür aber an etwas viel Wichtigerem gewonnen: an Zusammenhalt und Stärke.

Der Tag am See hätte demnach sowohl für die alten, als auch für neuen Auszubildenden kein besserer Beginn in die nächsten beiden gemeinsamen Jahre bei Weiss Druck sein können.

 

(Bericht von Sarah Schmitz, Auszubildende zur Medienkauffrau Digital & Print)

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