Atemberaubendes Island....

…..treffender kann man es wohl kaum beschreiben. Ein Land, absolut beeindruckend und von unglaublicher Schönheit geprägt. Man wird es wohl nie nachvollziehen können wenn man nicht einmal selbst dort war.

Ende Januar starteten Dario und ich, direkt nach Ende unsere Ausbildung, in das Abenteuer Island. Ermöglicht wurde das ganze über die Berufsschule, die die für uns nötigen Schritte in Bezug auf das Erasmusprogramm einleitete und den Kontakt zu einer Isländischen Druckerei herstellte.

Wir flogen also ca. 3 Stunden nach Keflavik, da sich dort der große internationale Flughafen befindet. Nach einer 45 minütigen Busfahrt durch eine doch eher karge, an der Küste entlangführenden, mit Schnee oder Lavastein bedeckten Landschaft erreichten wir Reykjavik. Die Stadt in der wir die nächsten zweieinhalb Wochen Leben und Arbeiten würden.

Die Druckerei in der wir arbeiteten war im Gegensatz zu unserer Firma hier doch eher klein, obwohl sie die größte Islands ist. Mal ganz davon abgesehen, dass Island mit seinen 330.000 Einwohnern doch eher klein ist, waren dies ungewöhnliche Verhältnisse. Da aber alle Menschen in Island, auf die wir getroffen sind, äußerst freundlich waren fanden wir uns schnell zurecht. Unsere Arbeitsstätte hatte noch weitere Unterschiede, da die Produktpalette um einiges größer ist als bei Weiss-Druck. Man muss sich in diesem Zusammenhang verdeutlichen, dass Island versucht möglichst autark von der Außenwelt zu sein. Somit versucht eine Druckerei so gut wie alle Wünsche der Kunden von ganz Island und darüber hinaus zu erfüllen. Daher fanden wir einen beeindrucken Maschinenpark und Verarbeitungstechniken vor.

Die Kultur in Island ist sehr eigen. Angefangen von der Sprache, die sich im ersten Augenblick etwas wie Niederländisch anhört, aber eigentlich doch eine ganz andere ist, über die Mentalität sowohl beim Arbeiten als auch im Alltag getreu dem Motto „was du Heut´ kannst besorgen, verschiebe stets auf Morgen“ bzw. „dem südländischen Flair im Norden“, als auch über die Gastfreundschaft eines jeden dort.

Innerhalb der 2 Wochen erkundeten wir schon das schöne „Dörfchen“ Reykjavik (Was übrigens „rauchige Küste“ bedeutet) mit seinem sehr außergewöhnlichen Dom und den sehr bekannten und von vielen Touristen besuchten „Golden Circle “mit dem in natura noch viel mehr faszinierenden Geysir, dem riesigen vereisten Wasserfall Gullfoss und der Kontinentalspalte zwischen der Nordamerikanischen und der unseren Kontinentalplatte.

Über das letzte Wochenende liehen wir uns einen Wagen und erkundeten damit die Südküste. Auf dieser Erkundungstour besuchten wir noch zwei weitere Wasserfälle (Seljalandsfoss, Skógafoss) von denen es in Island nicht zu wenig gibt, den Eyjafjallajökull und außerdem den „Black Beach“ in Vik. Alles in weiß bedeckt und teilweiße sogar bei strahlendem Sonnenschein war dies wirklich unglaublich schön – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole.

(Bericht von Jan Casper, ehemaliger Auszubildender zum Medientechnologen Druck)

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